Common Reporting Standard

Der Common Reporting Standard („CRS“), allgemein bekannt als globale FATCA (Kurzbezeichnung für ein US-Gesetz zur Verschärfung des US-Steuer-Reporting von ausländischen Finanzunternehmen), ist eine von der OECD entwickelte Regelung, mit der Steuerhinterziehung verhindert werden soll und die zu einem internationalen, automatischen Informationsaustausch zwischen CRS-Teilnehmerstaaten führt. Ein CRS-Teilnehmerstaat (oder „CRS-Staat“) ist ein Staat, der sich bereit erklärt hat, den CRS umzusetzen.

Der CRS wurde auf Ebene der Europäischen Union durch die Richtlinie in Bezug auf die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich Steuern (Richtlinie 2014/107/EU) umgesetzt. Beziehungen zu Nicht-EU-Ländern werden durch multilaterale Abkommen, sogenannte „Compentent Authority Agreements“, geregelt

Der CRS schreibt Finanzinstituten vor, Finanzkonten zu melden, die direkt oder indirekt von Kontoinhabern gehalten werden, die in einem CRS-Staat steueransässig sind.

Nähere Informationen finden Sie auf der OECD-Website unter: http://www.oecd.org/tax/automatic-exchange/common-reporting-standard

Als Mitgliedstaat der Europäischen Union muss Luxemburg die Richtlinie 2014/107/EU in seiner nationalen Gesetzgebung umsetzen. Demzufolge müssen luxemburgische Finanzinstitute die von ihnen erfassten Informationen der örtlichen Steuerbehörde (Administration des Contributions Directes) melden, welche die Informationen dann an die Steuerbehörden derjenigen Länder weiterleitet, in denen der Kontoinhaber steueransässig ist. 

Die CRS-Verordnung gilt für alle in einem CRS-Staat angesiedelten Finanzinstitute und verpflichtet diese Finanzinstitute, Kontoinhaber zu melden, die in einem anderen CRS-Staat ansässig sind. CRS gilt sowohl für natürliche Personen als auch für Rechtsträger.

Zum Zwecke der Identifizierung von Steueransässigen in CRS-Teilnehmerstaaten sind Finanzinstitute verpflichtet, Selbstauskünfte von ihren Kontoinhabern einzuholen. Unter anderem müssen die Selbstauskunftsinformationen das Land/die Länder der steuerlichen Ansässigkeit und die Steueridentifikationsnummer beinhalten.

CRS verpflichtet Finanzinstitute:

1) Kunden zu identifizieren, für die eines der folgenden CRS-Indizien erscheint:

• Adresse (Post-/Hausanschrift, Postfach oder wohnhaft) in einem CRS-Staat;

• Telefonnummer aus einem CRS-Staat, die die einzige Telefonnummer ist;

• Daueraufträge von ihrem ING-Konto an ein Konto, das in einem CRS-Staat geführt wird;

• Vollmacht für ihr Konto an eine Person mit Anschrift in einem CRS-Staat (Post-/Hausanschrift, Postfach oder wohnhaft)

2) Kunden mit CRS-Indizien zu dokumentieren. Das bedeutet, dass Kunden ein Selbstauskunftsformular unterzeichnen müssen, um Ihre CRS-Steueransässigkeit(en) zu bestätigen.

3) Folgendes ist zu melden:

• die Identitäts- und Identifizierungsinformationen des CRS-Steueransässigen;

• dessen Konten und Kontensaldi;

• die Finanzerträge auf diesen Konten, einschließlich Bruttoerlöse.

Das erste Reporting erfolgte 2017 und bezog sich auf das Jahr 2016.

Für Neukunden muss ING die Steueransässigkeit(en) der Kunden für Steuerzwecke sowie deren Steueridentifikationsnummer(n) einholen. Ohne diese Informationen darf ING kein Bankkonto eröffnen.

Für bestehende Kunden kontaktiert ING alle Kunden gemäß einer CRS-Überprüfung, um ein Selbstauskunftsformular einzuholen, in dem die Kunden ihre steuerliche Ansässigkeit und ihre Steueridentifikationsnummer angeben. Ohne Selbstauskunft ist ING gesetzlich verpflichtet, den Kontoinhaber als meldepflichtige Person zu betrachten. Demzufolge werden nicht dokumentierte Kontoinhaberinformationen an die zuständigen Steuerbehörden gemeldet.

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