Was versteht man unter nachhaltigen, verantwortlichen Geldanlagen ?

Jedes Unternehmen möchte sich umweltbewusst, ethisch, verantwortlich, sozial usw. geben. Ist das überhaupt möglich? Und macht nachhaltiges, verantwortliches Investieren (Engl.: Sustainable and Responsible Investment, SRI) wirklich etwas aus?

Was ist SRI ?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was der ganze Wirbel um das SRI eigentlich soll und was darunter genau zu verstehen ist ? Dann lesen Sie weiter !

Die englische Abkürzung SRI stand ursprünglich für „Socially Responsible Investing“, aber inzwischen hat sich der Begriff weiterentwickelt und deckt heute auch die Idee der nachhaltigen Entwicklung ab, so dass man heute meist von „Sustainable and Responsible Investment“ spricht.

Es gibt allerdings keine einheitliche Definition für das, was „SRI“ genau ist. Das kann im Wesentlichen durch die verschiedenen kulturellen Hintergründe von Investoren und ihre individuellen Überzeugungen und Motivationen erklärt werden. Wenn in einem Forum über SRI diskutiert wird, überrascht es nicht, einen oder mehrere der folgenden Begriffe zu hören: „ethisch“, „umweltbewusst“, „Auswirkungen“ und „sauber“.

Obwohl eine gewisse Unklarheit über die exakte Definition von SRI besteht, so wird eine Sache doch immer deutlicher. Eine jüngere Studie des Eurosif (European Sustainable Investment Forum) hat die bedeutende Zunahme verantwortlicher Anlagestrategien in den letzten fünf Jahren beschrieben. Es ist vielleicht etwas überraschend, dass dies in einer Zeit geschah, die von immer drastischeren Sparmaßnahmen und Bemühungen zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums geprägt war. In einem derart unsicheren wirtschaftlichen Umfeld hat es den Anschein, dass sich Anleger vermehrt umweltbewussten, nachhaltigen und verantwortlichen Wachstumsstrategien zuwenden.

Einige der von den Investoren verfolgten Strategien basieren darauf, gewisse Arten von Wertpapieren aus ihrem Portfolio auszuschließen und/oder abzustoßen. Diese Entscheidungen werden anhand eines breiten Spektrums an ethischen Kriterien getroffen. So werden beispielsweise keine direkten Investitionen in Unternehmen, die Waffen herstellen, oder in umweltverschmutzende Industrien getätigt. Andere Strategien zielen darauf ab, gezielt in Aktivitäten und Unternehmen zu investieren, die positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

Man hat den Eindruck, als würden die Investitionen einem allgemeineren Trend folgen. Wenn alle Bürger aufgefordert werden, ihren Müll zu trennen und Strom zu sparen, scheint es logisch zu sein, dass sowohl private als auch institutionelle Anleger das Gefühl haben, dass sie sich auf sozial verantwortliche Unternehmen und Aktivitäten konzentrieren sollten, anstatt in solche, die diesbezüglich keinerlei Anstrengungen unternehmen.

Sie als privater Anleger müssen Ihre ganz persönliche Entscheidung treffen. Wenn Sie ein Anhänger der nachhaltigen Entwicklung sind, sollten Sie sich bei Ihrem Bankier nach SRI-Anlagen erkundigen.