Kaufen oder mieten: 3 Entscheidungshilfen

Eigentümer werden oder Mieter bleiben – die Entscheidung fällt nie leicht, vor allem nicht im Großherzogtum Luxemburg, wo die Preise immer weiter klettern. Obwohl einige Objekte sicher überbewertet sind, scheint kurzfristig gesehen ein Absturz der Immobilienpreise ziemlich unwahrscheinlich. Was kann man also tun? Hier sind 3 Entscheidungshilfen.

Machen Sie die Wahl abhängig von Ihrem Lebensstil  

Wenn man sich die Frage „Kaufen oder mieten?“ stellt, geht es in erster Linie darum zu wissen, was Sie für ein Typ sind, wo Sie im Leben stehen und welche Pläne Sie für die Zukunft haben. Wenn Sie eher der mobile Typ sind, gerne umziehen und das Unterhalten von Wohneigentum nicht Ihr Ding ist, dann ist die Miete genau das Richtige für Sie. Wenn Sie außerdem noch nicht wissen, ob Sie Ihre berufliche Laufbahn in Luxemburg einschlagen oder ins Ausland gehen werden, und wenn Ihr Einkommen noch zu gering oder zu unregelmäßig ist, weil Sie ein Berufseinsteiger sind, dann sollten Sie nicht sofort kaufen, sondern abwarten, bis Sie eine gewisse finanzielle Stabilität erreicht haben und wissen, wo Sie sich niederlassen wollen. Nach Ansicht vieler Experten ist ein Immobilienkauf erst nach durchschnittlich 7 Jahren rentabel. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sie so lange in dem Objekt, das Sie kaufen möchten, wohnen werden, dann ist die Miete die bessere Option.

Wägen Sie finanzielle Herausforderungen ab

Aus finanzieller Sicht haben beide Optionen sowohl Vor- als auch Nachteile. Auch wenn die Miete, die Sie monatlich zahlen, keine Investition ist, bedeutet das nicht, dass Sie Geld zum Fenster herauswerfen. Außerdem birgt das Mieten weniger Risiko als der Kauf. Sie verschwenden Ihre Ersparnisse nicht und müssen nur die Miete und die monatlichen Unkosten (hauptsächlich Wasser, Strom und Gas) einplanen. Alles andere geht zulasten des Eigentümers.

Der Kauf dagegen ist eine Investition, die Ihnen beim Wiederverkauf einen erheblichen Gewinn einbringt, ganz zu schweigen davon, dass die aktuellen Zinssätze noch nie so niedrig waren. Aber der Kauf beinhaltet auch eine gewisse Unsicherheit, die man annehmen können muss. Der Immobilienmarkt kann sich in Zukunft durchaus negativ entwickeln und am Ende hätte Ihnen das Geld, das Sie in den Kauf Ihrer Immobilie investiert haben, mehr eingebracht, wenn Sie es an der Börse investiert hätten. Das sollten Sie wissen, bevor Sie sich verpflichten.

Bestimmen Sie Ihre finanziellen Mittel

Es reicht nicht aus, ein Objekt kaufen zu wollen – Sie müssen auch über die Mittel dafür verfügen oder zumindest ausreichende Rückzahlungsmöglichkeiten haben, damit Ihnen die Bank einen Hypothekenkredit gewährt. Um festzustellen, ob Sie ein gutes Kreditprofil haben, stützt sich das Finanzinstitut auf Kriterien wie Ihr Einkommen – in der Regel darf der Immobilienkredit 33 % des Nettoeinkommens nicht überschreiten -, die Stabilität Ihres Arbeitsplatzes, die zukünftige Entwicklung Ihrer beruflichen Laufbahn, ein gesundes Finanzverhalten (Ihr Konto ist selten überzogen und Sie haben keine hohen Schulden) und den Anteil Ihres finanziellen Beitrags an dem Kaufbetrag. Vergessen Sie nicht, dass viele Zusatzkosten wie Notargebühren, Hypothekengebühren, Versicherungen und andere Nutzungsentgelte mit Ihrem Immobilienkauf verbunden sind (siehe unseren Artikel Vorsicht vor indirekten Kosten beim Immobilienkauf). Wenn Sie nicht über genügend Geldmittel für die Deckung all dieser Kosten verfügen, sollten Sie besser warten, bis Ihr Sparstrumpf wieder ausreichend gefüllt ist, bevor Sie einen Kauf in Betracht ziehen. 

Kurz gesagt, sollten Sie die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen, bevor Sie eine Entscheidung treffen, und sich gegebenenfalls von Ihrem Bankfachmann und/oder Immobilienmakler beraten lassen. Sie können Ihnen aufgrund ihrer Erfahrung bei Immobilientransaktionen helfen.

Besuchen Sie die Website www.ing.lu/immo, um weitere Informationen zu erhalten, oder kommen Sie bei uns vorbei.

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