Einführung in SEPA

SEPA steht für Single Euro Payments Area, den gemeinsamen europäischen Zahlungsraum, dem die 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union, die vier Länder der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA (Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz), Monaco, San Marino, Vatican City State und Andorra (ab 2016) angehören. Durch dieses 2002 von den Finanzinstitutionen auf den Weg gebrachte Projekt sollen die Zahlungen zwischen den 35 Ländern so einfach und sicher gemacht werden wie Inlandszahlungen. Hierzu dienen drei gesamteuropäische Zahlungsinstrumente: SEPA-Überweisungen (SEPA Credit Transfer), SEPA-Lastschriften (SEPA Direct Debit) und SEPA-Kartenzahlungen (SEPA Card Payment). 

Warum SEPA?

Mit einem Satz einheitlicher Zahlungsinstrumente ist SEPA ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem gemeinsamen europäischen Markt. In gewisser Weise ist dies eine Erweiterung der Umstellung auf Euro-Banknoten und ­Münzen. Die Einführung des Euro trug enorm dazu bei, Barzahlungen überall im Euroraum so einfach zu machen wie zu Hause. Aber bis vor Kurzem war es nicht so leicht, in einem anderen Land der Eurozone elektronisch für Güter oder Dienstleistungen zu bezahlen, zum Beispiel mit der Bankkarte – dem heute von vielen Europäern bevorzugten Zahlungsmittel. Und wenn man Geld vom heimischen Bankkonto auf ein Konto in einem anderen Land des Euroraums überweisen wollte, konnte die Zahlung wesentlich länger dauern, und manchmal erhielt der Empfänger nicht den vollen Betrag.  

Seit dem 1. Februar 2014 hat sich dies in den 19 Ländern des Euroraums durch SEPA geändert. SEPA machte alle elektronischen Inlands- und grenzüberschreitenden Zahlungen in Euro so einfach wie Barzahlungen. Seitdem ist es möglich, schnell und sicher Geld auf ein anderes Konto irgendwo in der Eurozone zu überweisen. Und ab dem 31. Oktober 2016 wird dies auch für die 14 SEPA-Länder außerhalb der Eurozone möglich. Dies ist der Termin, den die Europäische Union für das Ende der Übergangsphase zu SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften festgelegt hat. 

Welche Vorteile ergeben sich dadurch?

Sie haben es sicher schon selbst bemerkt: Für SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften haben sich Ihre Kontennummern geändert. Sie sind jetzt europaweit vereinheitlicht und enthalten den BIC- und IBAN-Code Ihres Finanzinstituts und Bankkontos. Die Zahlen sind länger, und es fällt nicht so leicht, sie sich zu merken. Doch diese Unannehmlichkeit wird durch die Vorteile dieser neuen Zahlungsnormen aufgewogen. 

SEPA bedeutet auch bessere Bankdienstleistungen für alle. Die Preisgestaltung ist transparent und die Kosten haben sich verringert. Sie können für alle monatlich fälligen Rechnungen (Gas, Strom oder Telefon) einfach Lastschriften verwenden. SEPA garantiert Ihnen, dass Ihre Euro-Zahlungen unverzüglich und mit dem vollen Betrag ankommen. Wenn etwas mit Ihren Euro-Zahlungen schief läuft, übernehmen die Banken die volle Verantwortung. Und Sie haben acht Wochen Zeit, eine Rechnung anzufechten.

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