Wie wählt man einen Anlagefonds?

Potenzielle Anleger haben die Wahl unter mehreren Tausend Anlagefonds, und das Universum wächst immer weiter.  So fühlen sich viele Anleger bei der Auswahl von Fonds, die sich für ihre Erfordernisse am besten eignen, wie ein Kind im Bonbonladen.

Anlagefonds – Mehr Durchblick in einem unüberschaubaren Universum

Bei der verwirrenden Vielzahl gekonnt vermarkteter Produkte ist es einfach, sich von der verführerischen Verpackung überzeugen zu lassen. Doch das Bonbon, das im Regal so lecker aussieht, kann sich schnell als bittere Pille erweisen!

Anlegermagazine und Websites erstellen Listen der „10 Fonds mit der besten Performance“. Doch bedeutet dies, dass sie noch immer die beste Wahl sind? Der „Kauf von Gewinnern“ ist nicht immer die klügste Strategie.

Beim Versuch, sich in diesem unüberschaubaren Universum zurechtzufinden, sollten Sie sich auf fünf Bereiche konzentrieren, um herauszufinden, welche Fonds für Ihre Erfordernisse und Ihr Risikoprofil am besten geeignet sind.

Performance

Angaben über die absolute Performance können trügerisch sein. Am besten betrachten Sie diese Daten im Zusammenhang, indem Sie sie mit der entsprechenden Benchmark und/oder ähnlichen Fonds derselben Kategorie vergleichen.

Risiko

Attraktive hohe Renditen gehen häufig mit einem höheren Risiko und folglich auch mit potenziell größeren Verlusten einher. Als Anleger sollten Sie sich genau überlegen, wie viel Risiko Sie hinsichtlich Ihres Kapitals einzugehen bereit sind.

Zugrundeliegende Anlagen

Worin genau investiert der Fondsmanager? Verschiedene Anlageklassen haben ihre eigenen besonderen Merkmale, die Performance und Risiko beeinflussen können. Zuweilen gibt der Name eines Fonds nicht genau wieder, welche Arten von Wertpapieren im Portfolio vertreten sind.

Fondsmanager

Als Anleger vertrauen Sie Ihre Ersparnisse Dritten an, die Anlageentscheidungen in Ihrem Namen treffen. Es ist daher sinnvoll, Hintergrundinformationen über den Fondsmanager einzuholen. Zeichnet der aktuelle Fondsmanager für die Erfolgsbilanz des Fonds verantwortlich oder hat es kürzlich einen Wechsel gegeben?

Kosten

Nichts ist umsonst! Der Fondsmanager erhebt im Gegenzug für sein Anlage-Know-how Gebühren. Als Anleger müssen Sie wissen, ob die Gebühren für die ausgewählten Fonds den Marktnormen entsprechen und ob versteckte Kosten anfallen könnten.

Es ist keine einfache Aufgabe, diese Angaben zu finden und zu analysieren. Fondsmanager veröffentlichen zwar regelmäßig „Factsheets“, doch sie sind oft fachlicher Natur und daher nicht immer sehr transparent oder verständlich.

Es kann riskant und kostspielig sein, auf der Grundlage einer vergleichsweise begrenzten Menge an Informationen wichtige Anlageentscheidungen zu treffen. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie daher mit Ihrem Bank- oder Anlageberater Rücksprache halten. Berater haben häufig Zugang zu den Erkenntnissen eines internen oder externen Teams, das auf die Analyse und Auswahl von Anlagefonds spezialisiert ist. Dies nennt man einen Ansatz mit „offener Architektur“. Anhand einer quantitativen und qualitativen Analyse können diese Teams das riesige Universum von Anlagefonds auf eine überschaubarere und transparentere Auswahl von Produkten reduzieren, die als Spitzenreiter ihrer Kategorie gelten.

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