Wie investiert man in Luxemburger Investmentfonds?

Was Investmentfonds angeht, ist Luxemburg in Europa führend. Investmentfonds im Großherzogtum decken alle wichtigen Kategorien, Währungen, Regionen und Branchen ab. In einer Zeit, in der die Zinsen auf Sparkonten sehr niedrig sind, können sie eine Möglichkeit sein, für ein schnelleres Wachstum Ihrer finanziellen Ressourcen zu sorgen. Doch wie funktionieren sie?

Ein Investmentfonds ist im Wesentlichen ein Unternehmen, dessen einzige Mission darin besteht, Ihr Kapital innerhalb der im Voraus festgelegten Regeln so gut wie möglich anzulegen und zu verwalten. Wenn Sie in einem Fonds anlegen, werden Sie Anteilseigner der Investmentgesellschaft: Ihnen gehört ein Teil ihres Kapitals. Der Fonds wird seine Mission verfolgen: Ihr Kapital so gut wie möglich anzulegen. Zu diesem Zweck hat der Fonds einen Fondsmanager eingestellt, einen Fachmann, der auf die Auswahl der richtigen Anlagen zur richtigen Zeit spezialisiert ist.

Fonds können auch als FCP (Fonds Commun de Placement) organisiert sein, bei dem es sich nicht um eine Gesellschaft handelt, aber der genauso funktioniert, mit der Ausnahme, dass die Governance nicht die eines normalen Unternehmens ist.

Sie können in 2 allgemeinen Kategorien von Fonds anlegen: passiv verwalteten Fonds und aktiv geführten Fonds. 

Passiv verwaltete und aktiv geführte Fonds

Passiv verwaltete Fonds verfügen über eine im Voraus festgelegte Anlageregel, die sie unabhängig von den Marktbedingungen befolgen müssen. Normalerweise ist ihr Ziel, die Performance eines bestimmten Marktes, einer bestimmten Region oder Branche nachzubilden. Ein typisches Beispiel für den passiven Fonds ist der Index Tracker: ein Fonds, dessen Mission darin besteht, die Performance eines Index so genau wie möglich nachzubilden, sei es nach oben oder unten.

Aktiv geführte Fonds haben eine Anlagepolitik, die dem Fondsmanager einen gewissen Spielraum bietet. Im Wesentlichen besteht ihr Ziel darin, ihren Referenzmarkt oder ihre Benchmark zu übertreffen. Sie beobachten das wirtschaftliche Umfeld und passen die Vermögenswerte ihrer Fonds entsprechend an. Sie kaufen und verkaufen in großen Mengen, um den Gewinn zu maximieren. 

Was ist mit Hedgefonds?

Hedgefonds sind eine besondere Art aktiver Fonds, die komplexe Strategien, Instrumente und Anlagetechniken verwenden, um Performance anzustreben. Sie können äußerst riskant sein. Die Komplexität ihres Anlageprozesses bedeutet, dass sie mit lockereren Vorschriften organisiert sein müssen und daher normalerweise spezialisierten Anlegern vorbehalten sind. Man sollte unbedingt wissen, was man tut, ehe man versucht, in einem Hedgefonds anzulegen.

Vor- und Nachteile der Geldanlage in Fonds

Genau wie jedes Finanzprodukt haben Investmentfonds Vor- und Nachteile. Ihr wichtigster Vorteil ist, dass sie einem in einem einzigen „Paket“ Zugang zu einem diversifizierten Portfolio geben, selbst wenn man sehr wenig Geld anzulegen hat, und einem Zugang zu Anlagen geben, die sonst nicht möglich wären, sowie einem die Beobachtung und Verwaltung der Anlagen, die sie abdecken, abnehmen. Aktive Fonds haben außerdem den Vorteil, dass sie professionell geführt werden. Erfahrene Fachleute arbeiten in Vollzeit daran, in Ihrem Auftrag ein Wertpapierportfolio zu verwalten. Und schließlich ist es sehr leicht, Ihre Fondsanteile über Ihre Hausbank oder einen Online-Broker zu kaufen und zu verkaufen.

Nachteilig ist, dass man über Investmentfonds keine Kontrolle hat: Man wählt den Fondstyp, den man kauft, doch darüber hinaus kann man einzelne Käufe und Verkäufe innerhalb des Portfolios nicht beeinflussen und kennt häufig nicht die genaue Zusammensetzung des Fonds zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wenn man seine Anteile kauft oder verkauft, findet man ihren Wert zum Zeitpunkt des Kaufs oder Verkaufs erst bis zu ein paar Tage später heraus, weil der Fondswert höchstens einmal pro Tag berechnet und veröffentlicht wird. 

Warum nicht regelmäßige Geldanlagen versuchen?

Regelmäßige Anlagepläne, bei denen man automatisch jeden Monat den gleichen Betrag anlegt, können eine interessante Option sein. Diese Lösungen, die sowohl für Neulinge als auch für erfahrene Anleger geeignet sind, ermöglichen Ihnen, einen kleinen Geldbetrag regelmäßig in einem oder mehreren Fonds entsprechend Ihrem Anlegerprofil anzulegen, die im Voraus festgelegt wurden. Je nach Bank gibt es möglicherweise keinen Ausgabeaufschlag, Rücknahmeabschlag oder keine Depotgebühren.

Sie wählen den Betrag, der angelegt werden soll, und die Häufigkeit Ihrer Raten. Sie können Ihre Zahlungen jederzeit aussetzen oder ändern, und falls Sie Ihr Geld entnehmen möchten, ist es innerhalb von ein paar Werktagen verfügbar.

Dank dieser flexiblen Formel sind Ihre Investitionen zeitlich verteilt, und da Sie den gleichen Geldbetrag anlegen, kaufen Sie mehr Anteile, wenn sie günstiger sind (die Kurse niedrig sind), und weniger, wenn sie teurer sind (die Kurse hoch sind).

Wie auch immer Sie sich entscheiden, treffen Sie keine Entscheidung, ohne die Frage zuvor von allen Seiten untersucht und von Ihrem Bankberater ein Maximum an Informationen eingeholt zu haben.  

03/20

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