Dilemma beim Personal: Was kostet es, Mitarbeiter einzustellen?

Bei Führungskräften in Unternehmen heißt es gern: „Die Mitarbeiter sind unser größtes Kapital“. Meist sind sie aber auch der größte Kostenfaktor. Wie Unternehmer und Personalleiter nur zu gut wissen, gehen die Beschäftigungskosten weit über das Gehalt der Mitarbeiter hinaus. Sie beinhalten auch Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge ebenso wie Vorgaben für das „Wohlbefinden“ der Arbeitnehmer, z. B. Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, Elternzeit und weitere betriebliche Leistungen für Mitarbeiter.

Bei Führungskräften in Unternehmen heißt es gern: „Die Mitarbeiter sind unser größtes Kapital“. Meist sind sie aber auch der größte Kostenfaktor. Wie Unternehmer und Personalleiter nur zu gut wissen, gehen die Beschäftigungskosten weit über das Gehalt der Mitarbeiter hinaus. Sie beinhalten auch Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge ebenso wie Vorgaben für das „Wohlbefinden“ der Arbeitnehmer, z. B. Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, Elternzeit und weitere betriebliche Leistungen für Mitarbeiter.

Die Gehälter in Luxemburg gehören zu den höchsten in der Europäischen Union. Daher müssen die Eigentümer von Unternehmen zunächst einmal davon ausgehen, dass es sie einiges kosten wird, die richtigen Mitarbeiter einzustellen. Ein ausgebildeter, volljähriger Mitarbeiter in Luxemburg hat Anspruch auf ein Mindestgehalt von 2.308 Euro im Monat für eine 40-Stunden-Woche. Es kann jedoch auch erheblich mehr werden. Die höchsten Einkommen werden im Finanzdienstleistungssektor verdient, wo das durchschnittliche Jahresgehalt bei 86.453 Euro liegt.

Die Beschäftigungskosten bestehen jedoch nicht allein aus dem Gehalt. Die Unternehmen müssen außerdem Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 8 % der Vergütung des Mitarbeiters für ihre Beschäftigten einzahlen. Ebenso müssen sie den Arbeitnehmeranteil für die Rentenversicherung in Höhe von ebenfalls 8 % einbehalten und zusammen mit anderen Sozialversicherungsabgaben entrichten.

3,05 % des Gehalts des Mitarbeiters plus 2,8 % von eventuellen Boni oder Sonderzahlungen werden als Krankenversicherungsbeitrag erhoben und ebenfalls sowohl vom Unternehmen als auch vom Mitarbeiter bezahlt. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber einen Beitrag für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Höhe von 0,11 % und zur Unfallversicherung in Höhe von 1 % der Vergütung des jeweiligen Mitarbeiters zahlen.

Alle Arbeitgeber müssen beim Arbeitgeberversicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutualité des Employeurs) registriert sein, der die Kosten für die Gehälter von Mitarbeitern übernimmt, die wegen einer Krankheit oder aus anderen Gründen nicht arbeiten können. Der Beitrag variiert zwischen 0,46 % und 2,93 % der Mitarbeitervergütung. Die Unternehmen werden anhand der Krankenstandquote des Vorjahres in vier Beitragskategorien unterteilt.

Darüber hinaus verursacht die Rekrutierung von Mitarbeitern administrative Kosten. So muss beispielsweise ein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen werden, der Informationen wie Eintrittsdatum, Arbeitsort, regelmäßige Arbeitszeit und Vergütung enthält. Für die Lohnbuchhaltung können mit der Zeit hohe Kosten entstehen, auch wenn Softwarepakete hier hilfreich sein können. Zumindest kurzfristig sind jedoch einmalige Kosten für Rechtberatung und Buchhaltung zu erwarten.

Gibt es Alternativen zu fest angestellten Mitarbeitern?

Der Einsatz von freien Mitarbeitern unterliegt nicht denselben Vorgaben wir die Einstellung von Vollzeitkräften und viele Start-ups und andere kleine Unternehmen arbeiten während der Aufbauphase mit einem vertrauenswürdigen Pool von Aushilfskräften und Zeitarbeitern. Solange diese Personen als selbstständig gelten, unterliegen sie nicht dem Arbeitsgesetzbuch. Allerdings fallen sie in den Geltungsbereich der allgemeinen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs sowie des Handelsgesetzbuchs, die vorschreiben, dass Unternehmen für ein sicheres Arbeitsumfeld zu sorgen haben, ebenso wie für weitere Schutzmaßnahmen für die Personen, die für sie arbeiten, unabhängig von deren Beschäftigungsstatus.

Die Regierung bietet Unternehmen Anreize für die Einstellung älterer oder behinderter Personen ebenso wie für die Einstellung jüngerer Personen (bis 30 Jahre) und Auszubildender. Die Zusatzleistungen können erheblich sein und 40 % des Gehalts eines Mitarbeiters oder sogar noch mehr ausmachen. Dies kann eine Option für kleine Unternehmen sein, die während der Aufbauphase ihre Kosten niedrig halten möchten oder bereit sind, Mitarbeiter auszubilden.

Wegen der hohen Gehälter und zusätzlichen Kosten in Luxemburg sind Einstellungsentscheidungen für kleine Unternehmen eine ernste Angelegenheit. Auf der anderen Seite ermöglicht es die hohe Zahl qualifizierter Ressourcen innerhalb des Landes oder in den angrenzenden Regionen den Unternehmen, schneller zu wachsen als ihre Kosten.

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