Wissenswertes über BIC und IBAN

Am 1. Februar 2014 wurde eine wichtige Änderung im Zahlungsverkehr wirksam. Seit diesem Datum wird in den Ländern der SEPA-Zone verpflichtend ein einheitliches Überweisungs- und Lastschriftsystem angewandt. SEPA steht für Single Euro Payments Area und bezeichnet einen einheitlichen Raum für Zahlungen in Euro, der aus den 28 Ländern der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Andorra, Vatican City State und der Schweiz besteht. Für SEPA-Überweisungen oder SEPA-Lastschriften, die ihre nationalen Äquivalente sowohl im inländischen als auch im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr abgelöst haben, müssen seither europaweit vereinheitlichte Bankverbindungsdaten angegeben werden: BIC und IBAN. Von diesen beiden Kürzeln haben Sie sicher schon einmal gehört. Worum handelt es sich bei BIC und IBAN?

Was ist die IBAN?

Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine international standardisierte Nummer, anhand der sich dank einer europaweit vereinheitlichten Struktur das Bankkonto eines Kunden eindeutig erkennen lässt. Diese Nummer besteht aus höchstens 34 und mindestens 14 alphanumerischen Zeichen. Für jedes Land ist eine bestimmte Länge festgelegt. Die IBAN luxemburgischer Bankkonten besteht grundsätzlich aus 20 Zeichen: einem zweistelligen Länderkennzeichen (LU für Luxemburg), einer zweistelligen Prüfziffer und der aus 16 Ziffern bestehenden nationalen Kontonummer. 

Falls Sie häufig grenzüberschreitende Überweisungen tätigen, sollten Sie bedenken, dass die Länge der IBAN je nach Land unterschiedlich ist. So hat die IBAN in Belgien 16 Zeichen, in Frankreich 27 Zeichen und in Deutschland 22 Zeichen.

Was ist der BIC?

Der BIC (Bank Identifier Code) ist ein international standardisierter Code (ISO). Er besteht aus acht bis elf alphanumerischen Zeichen und dient zur Identifikation des Bankinstituts, bei dem Sie Ihr Konto führen. Bei grenzüberschreitenden Überweisungen ist die Angabe des BIC-Codes Pflicht.

Er ist auch als SWIFT-Code bekannt (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication). Der BIC-Code von ING in Luxemburg lautet beispielsweise CELLLULL. 

Warum müssen diese Codes verwendet werden?

Dafür gibt es zwei Hauptgründe. Erstens erleichtern sie Ihrer Bank die Abwicklung von grenzüberschreitenden Zahlungen. Dank dieser Codes, anhand derer sich der Empfänger eindeutig identifizieren lässt, können Banküberweisungen ausschließlich auf elektronischem Wege erfolgen. Elektronische Überweisungen erleichtern den Geldtransfer, gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit und kosten Sie im Endeffekt weniger.

Der zweite Grund ist ganz einfach praktischer Natur. Ohne BIC und IBAN können Sie in europäischen Ländern keine Zahlungen ausführen. Sollten Sie die BIC- und IBAN-Codes des Empfängers Ihrer Zahlung nicht kennen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als ihn um diese Angaben zu bitten. Auch Personen, die Geld an Sie überweisen müssen, benötigen Ihre BIC- und IBAN-Codes, um die Zahlung ausführen zu können.

Falls Sie bei Ihren grenzüberschreitenden europäischen Überweisungen zwar die IBAN, nicht aber den BIC-Code angeben, können Ihnen höhere Kosten entstehen. Die Angabe des BIC-Codes ist eines der Kriterien, das erfüllt sein muss, damit für Überweisungen in andere europäische oder gleichgestellte Länder die gleichen Tarife gelten wie für gleichwertige Inlandszahlungen. Nur bei Inlandsüberweisungen muss der BIC-Code nicht angegeben werden.

Sollten Sie nicht sicher sein, wenden Sie sich einfach an Ihren Bankberater. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötige Kosten!

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