Alles über kontaktloses Bezahlen

Einen Geldschein aus der Brieftasche kramen, aufpassen, dass das Wechselgeld stimmt, oder das Kleingeld genau abzählen: Jeder von uns kennt diese täglichen Gesten beim Bezahlen. Aber all dies wird bald der Vergangenheit angehören, denn die kontaktlose Bezahlung hält Einzug - auf unseren Bankkarten, dem Smartphone und seit Neuestem auch auf der Smartwatch. 

Die NFC bzw. die Nahfeldkommunikation 

Wie funktioniert die kontaktlose Zahlung? Das System basiert auf der NFC (Near Field Communication oder Nahfeldkommunikation), einer drahtlosen, hochfrequenten Kommunikationstechnologie mit kurzer Funkreichweite, die mithilfe eines integrierten Chips und einer Antenne den Informationsaustausch zwischen zwei Geräten in einem Abstand von weniger als fünf Zentimeter gestattet. Es genügt, beim Einkaufen seine Bankkarte, sein Handy oder die Smartwatch an ein Lesegerät bzw. ein Zahlungsterminal zu halten, um kleinere Summen direkt zu bezahlen. Das System ist praktisch und sicher: man muss keine Geheimzahl eingeben, kein Wechselgeld nachzählen.

Die Fachwelt ist sich einig, dass dem kontaktlosen Bezahlen eine glänzende Zukunft bevorsteht. Die Vorteile dieses Systems sind vielfältig: 

Das System ist sehr sicher und praktisch. Bezahlen an der Kasse geht in Windeseile. Der Kunde benötigt kein Bargeld mehr und der Händler braucht sich nicht mehr um seinen Barbestand zu kümmern, beides lässt auch die Diebstähle zurückgehen.

Und in Luxemburg?

In Luxemburg ist die kontaktlose Zahlung mit der Kreditkarte möglich. Die contacless Kreditkarte ähnelt der herkömmlichen Kreditkarte, nur verfügt sie über ein anderes Logo und die Art und Weise, wie Sie bezahlen, ändert sich gründlich. Sie können diese contactless Kreditkarte wie gewohnt für jeden Betrag benutzen, allerdings brauchen Sie für Einkäufe unter 25 Euro keinen Pincode mehr einzugeben, wobei diese Obergrenze von Land zu Land verschieden sein kann. Die Geheimzahl wird allerdings gelegentlich zum Zwecke einer Sicherheitsüberprüfung abgefragt. Für alle Einkäufe über 25 Euro ist jedoch die übliche Eingabe des Pincodes erforderlich.

Und wie steht es um das kontaktlose Bezahlen per Handy oder Smartwatch? Das lässt noch auf sich warten. Apple Pay mit seinem Fingerabdruckscanner und einem Chip, der eine einmalig vergebene Nummer enthält, generiert zudem bei jedem Bezahlvorgang eine dynamische Nummer. Dieses Verfahren ist in Europa erst seit Mitte Juli 2015 verfügbar, und dies ausschließlich in Großbritannien. Konkurrenten wie Samsung Pay, Android Pay, Bankapplikationen, die auf der HCE (Host Card Emulation)-Technologie basieren, usw. sind ebenfalls in verschiedenen europäischen Ländern auf dem Vormarsch.

Es ist also nur eine Frage der Zeit: das Bezahlverfahren der Zukunft kommt, und nichts wird es aufhalten...

Artikel, die Sie interessieren könnten

  • Einen Geldschein aus der Brieftasche kramen, aufpassen, dass das Wechselgeld stimmt, oder das Kleingeld genau abzählen: Jeder von uns kennt diese täglichen Gesten beim Bezahlen. Aber all dies wird bald der Vergangenheit angehören ...

  • Nachdem wir den Begriff Phishing geklärt haben, sollten wir Ihnen jetzt erklären, wie Sie nicht in die Falle tappen!

  • Heutzutage nutzen wir E-Mails immer mehr und sind somit anfälliger für Phishing-Angriffe. Aber was genau ist eigentlich Phishing?